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    Strahlenschutz

    Das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) ist die zuständige Aufsichtsbehörde für Forschungsreaktoren und Beschleunigeranlagen an Universitäten.

    Forschungsreaktoren und Beschleunigeranlagen an (öffentlichen) Universitäten

    Dazu zählen der TRIGA-Mark-II Reaktor an der Technischen Universität Wien (TU) , die Beschleunigeranlage VERA an der Universität Wien sowie die Beschleunigeranlagen an der Universität Linz und der Veterinärmedizinischen Universität Wien. Sie alle dienen Forschungszwecken – allen voran in der Physik, aber auch in der (Tier-)Medizin. Da es sich um Anlagen handelt, die mit ionisierender Strahlung arbeiten, ist der Schutz der Bevölkerung und der Umwelt somit eine wesentliche Aufgabe des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF). Aus diesem Grund werden im Folgenden das Leitbild, die Aufsichtsziele und die Aufgaben der Behörde, die unter Aufsicht stehenden Anlagen und die Durchführung der Aufsicht beschrieben.

    Strahlenschutz Allgemeines

    Seit jeher ist der Mensch ionisierender Strahlung ausgesetzt. Die natürlich auftretende Strahlung kommt aus dem Weltraum und von natürlich radioaktiven Stoffen in der Umwelt, vor allem in den Böden und Gesteinen der Erdkruste.  Zu der natürlichen Strahlung kommt seit Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts eine zusätzliche zivilisatorische Exposition. Mit der technischen Entwicklung hat sich der Mensch in zunehmendem Maße ionisierende Strahlung nutzbar gemacht. Diese Strahlung kann aber Mensch und Umwelt schädigen. Aus diesem Grund gibt es für ihre Verwendung weltweit strenge gesetzliche Regelungen. Grenzwerte für die Dosis wurden gesetzt, um nachweisbare Schädigungen zu vermeiden. Grundprinzip des Strahlenschutzes ist in jedem Fall, dass der Einsatz ionisierender Strahlung gerechtfertigt sein muss und dass die Strahlenbelastung so niedrig wie möglich zu halten ist.
    Das BMBWF als Aufsichtsbehörde für den Forschungsreaktor der TU Wien, den TRIGA-Mark-II Forschungsreaktor, sowie den Beschleunigeranlagen an den Universitäten nimmt in diesem Zusammenhang eine wesentliche Funktion ein, um die Sicherheit dieser Anlagen und den Schutz der Bediensteten und der Gesamtbevölkerung sicherzustellen.

    Leitbild und Aufsichtsziele

    Die Bundesministerin für Bildung, Wissenschaft und Forschung, unterstützt durch das gleichlautende Ministerium, ist die zuständige Aufsichtsbehörde für Forschungsreaktoren und Teilchenbeschleunigern an den Universitäten.
    Oberstes Ziel ist, Menschen und Umwelt vor der schädlichen Wirkung ionisierender Strahlen zu schützen und nukleare Sicherheit zu garantieren. Vordringlich sind die Minimierung der Strahlenbelastung der Beschäftigten und der Ausschluss von unzulässigen Freisetzungen radioaktiver Stoffe in die Umwelt. Hieraus resultiert der Auftrag der kontinuierlichen Überwachung des Forschungsreaktors TRIGA Wien und von wissenschaftlichen Einrichtungen zur Erzeugung ionisierender Strahlung (Teilchenbeschleuniger). Dabei wird stets auf Sicherheitsverbesserungen geachtet und strenge Kontrollen durchgeführt.

    Anlagen, die der Aufsicht des BMBWF unterliegen

    • Forschungsreaktor
      In Österreich ist derzeit ein Reaktor an Universitäten in Betrieb, nämlich ein TRIGA Mark-II Reaktor am Atominstitut der Technischen Universität Wien. Beim TRIGA-Reaktor handelt es sich um einen reinen Forschungsreaktor des Swimmingpool-Typs, der für die Ausbildung, Forschung und Isotopenproduktion eingesetzt wird. Der Reaktor ist seit 1962 in Betrieb. Betreiberin und Bewilligungsinhaberin ist die Technische Universität Wien.
    • Teilchenbeschleuniger an Universitäten: Derzeit sind folgende Anlagen an Universitäten in Betrieb:
      • VERA (Vienna Environmental Research Accelerator) ist eine Anlage für Beschleuniger-Massenspektrometrie der Gruppe Isotopenforschung und Kernphysik an der Fakultät für Physik der Universität Wien. Bewilligungsinhaberin ist die Universität Wien.
      • Teilchenbeschleuniger (Van-de-Graaff Beschleuniger) zur Erzeugung von Ionenstrahlen (H, He, ...) mit Energien zwischen 50 keV und etwa 700 keV) am Institut für Experimentalphysik an der Universität Linz. Bewilligungsinhaberin ist die Universität Linz.
      • Ionenimplantationsanlage (bis 400 kV) am ZONA (Zentrum für Oberflächen- und Nanoanalytik) an der Universität Linz. Bewilligungsinhaberin ist die Universität Linz.
      • Elektronen – Linearbeschleuniger an der Universitätsklinik für Kleintiere und Pferde. Bewilligungsinhaberin ist die Veterinärmedizinische Universität.

    Aufgaben der Aufsicht

    Grundsätzlich lassen sich drei verschiedene Aufgabenbereiche unterscheiden:

    • Errichtungs- und Betriebsbewilligungen für bewilligungspflichtige Anlagen
    • Verfahren im laufenden Betrieb einschließlich Änderungen an bestehenden Anlagen
    • Regelmäßige Überprüfung des Umgangs mit Strahlenquellen

    Oberster Prüfmaßstab ist dabei der Schutz des Lebens oder der Gesundheit von einzelnen Personen (einschließlich ihrer Nachkommen) sowie der Bevölkerung und der Umwelt vor der Wirkung ionisierender Strahlen.
    Die zwei Grundziele sind Rechtmäßigkeit und Gefahrenabwehr.
    Bei der Überprüfung der Rechtmäßigkeit wird auf die Einhaltung der Rechtsvorschriften und auf Einhaltung der sich aus den Bescheiden der Aufsichtsbehörde ergebenden Auflagen durch den Bewilligungsinhaber geachtet.
    Zur Abwehr einer unmittelbar drohenden Gefahr oder bei einer zu befürchtenden Gefährdung der Gesundheit oder des Lebens ist der Betrieb, der Umgang oder die Verwendung der Anlage bzw. der Strahlenquelle zu untersagen. Eine Wiederaufnahme darf erst erfolgen, wenn alle Maßnahmen getroffen wurden um die Gefahr abzuwenden.

    Durchführung der Aufsicht

    Das BMBWF ist als zuständige Vollziehungsbehörde für das Strahlenschutzgesetz (StrSchG) und der auf dessen Grundlage  erlassenen Verordnungen - insbesondere aufgrund von § 17 StrSchG zu einer regelmäßigen Überprüfung verpflichtet. Die Überprüfungen vor Ort haben für Forschungsreaktoren und Teilchenbeschleuniger mindestens einmal pro Jahr zu erfolgen. Bei Vorliegen wichtiger Gründe (Strafanzeigen, Beschwerden, Verdacht eines rechtswidrigen Betriebs, Verdacht des Vorliegens von Untersagungsgründen) kann eine Überprüfung jederzeit erfolgen. Mit der Überprüfung wird sichergestellt dass alle gesetzlichen Werte und Normen eingehalten werden, die Anlage in gutem und betriebsfähigem Zustand ist und die Erfordernisse wie sie im Rahmen der Betriebsbewilligung vorgelegen sind nach wie vor erfüllt werden.

    Links:

    Kontakt:

    Abteilung IV/3 – Technische Universitäten: Wien und Graz; Montanuniversität Leoben; Berichtswesen; Strahlenschutz
    Minoritenplatz 5
    1010 Wien
    Mag. Susanne Buck
    T +43 1 53 120-5650
    susanne.buck@bmbwf.gv.at

     

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